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Die Vorteile von Yoga bei verschiedenen Sportarten

Joggen

Läufer und Radfahrer trainieren oft den Oberkörper weniger gut, während sie gewisse Muskelbereiche im Bein der Gefahr von Verkürzungen aussetzen. Mit diesen Sportarten kombiniert, wirkt Yoga sowohl unterstützend als auch ausgleichend, das zeigen unter anderem unsere von Patrick Broome speziell entwickelten Yoga-Sequenzen. Vorbeuger-Asanas (Padahastasana und Variationen) und die Allround-Asana Adho Mukha Svanasana (Herabschauender Hund) gehören zu den kräftigenden Asanas. Viel Kraft bringen außerdem Chaturanga Dandasana (Brettstellung mit gebeugten Armen) und die Krähen-Varianten (Bakasana, Eka Pada Bakasana). Und von Anjaneyasana (Mondsichel) profitieren neben der Oberschenkeldehnung auch wenig offene Hüften.

Surfen, Skifahren oder Skaten

Manche Disziplinen sind artverwandter zum Yoga als andere. Eine klassische Verbindung haben etwa alle Balance-Sportarten – also SUP, Kiten, Surfen, Snowboard, Ski, Skaten oder Skateboarding. Einige davon werden inzwischen schon direkt in Yoga-Angebote integriert, zum Beispiel als Surf oder SUP Yoga oder als Kombination Ski- und Yogaretreat.

Balance fördern alle besonders auf Balance und Erdung zielenden Asanas: Die wichtigsten sind Tadasana (Berghaltung), Vrksasana (Baum), Garudasana (Adler), die Krieger-Varianten oder Adho Mukha Vrksasana (Handstand) sowie die seitlichen und Arm-Balancen wie Ardha Chandrasana (Halbmond), Vasisthasana (seitliche Bretthaltung) und Krähe-Variationen (Bakasana).

Tauchen

Seit einigen Jahren findet man an Tauchrevieren wie dem Roten Meer oder Australiens Barrier Reef auch die Kombination Yoga und Tauchsport. Ruhe in ungewöhnlicher Umgebung bewahren zu können, eine saubere Atemkontrolle plus erhöhtes Lungenvolumen oder das Balance-Halten beim Gleiten durch die Tiefe – Yoga intensiviert unter anderem diese unter Wasser wichtigen und nützlichen Fähigkeiten.

Vor allem Pranayama ist hier unterstützend. Pranayama sollte unter geschulter Anleitung in Form von Basis-Übungen im Zusammenhang mit Asanas und Meditation geübt und kontinuierlich gesteigert werden. Unkritische Pranayama-Techniken sind Bauchatmung, die Wechselatmung Anuloma Viluma zur Harmonisierung der beiden Gehirnhälften oder die gestoßene Feueratmung Kapalabhati, auch „Shining Head“-Atmung genannt. Sie reinigt die Systeme und sorgt für einen klaren Kopf.

Tanzen

In den Martial Arts und beim Tanz sind Fokus, Körperkontrolle und Koordination gefragt, Achtsamkeit gegenüber den körperlichen Belastungsgrenzen sowie Kraft und Flexibilität. Der Weg zum Yoga ist entsprechend kurz und breit. In beiden Disziplinen harmoniert im Prinzip die komplette Asana-Bandbreite mit den Trainingsabläufen. Kraftaufbau plus yogische Geschmeidigkeit in Kombination mit Rhythmusgefühl fördern beispielsweise die kraftvollen dynamischen Sequenzen im Jivamukti-Yoga. Vom Sonnengruß bis zum Savasana sprechen sie alle Muskelgruppen an, während die Wirbelsäule in alle 8 Richtungen bewegt wird (vertikal, seitlich, vor- und rückbeugend sowie die Rotationen).

Spannung, Kraft und Core werden beim Parcouring und Pilates intensiviert. Von deren Trainingsinhalten können umgekehrt auch Yogaschüler profitieren: Praktizierende der sanfteren, dehnungs-orientierten Yoga-Varianten wie Yin Yoga bekommen in diesen Sportarten den nötigen Muskelaufbau, um ihre Gelenke beim langen Halten zu schonen. Gegenseitig profitiert man von einem geschmeidigen Faszien-Gewebe, einem insgesamt belastbaren Körpertonus und einer ausgeprägt funktionalen Motorik.

Yoga-Asanas, die ebenfalls Core und Muskeln fördern, aber zusätzlich Mediation und Prana-Fluss fokussieren, findet man in den Power- und Flow-Sequenzen, im Ashtanga- oder Sivananda-Yoga. Neu ist Acro-Yoga, das durch den achtsamen Kontakt mit den Körpern anderer Übender auch das Koordinationsvermögen schult.

Golf und Tennis

In manchen sportlichen Disziplinen ist der Körper stark einseitiger oder auch asymmetrischer Belastung ausgesetzt, zum Beispiel beim Golf, Tennis oder Squash, aber auch beim Laufen oder Radfahren. Das „System Hatha-Yoga“ hat dem Inder Sadhguru Jaggi Vasudev zufolge nur eine Aufgabe: „Die Symmetrie des Körpers dahingehend zu verbessern, dass eine gewisse geometrische Perfektion erreicht wird.“ Symmetrie sei eine Grundvoraussetzung für Schmerzfreiheit und Gesundheit vor allem von Wirbelsäule und Gelenken.

Die Bewegungsmuster beim Golf oder Tennis sprechen Teile des Körpergerüstes repetitiv und ausdauernd asymmetrisch an. Vor allem die Schultern und Hüften können durch Asana-Praxis geschützt, der Rücken ins strukturelle Gleichgewicht gebracht werden.

Unsere Sequenz speziell für Golfer zum Beispiel stärkt mit Utkatasana (Stuhl) Standfestigkeit, Balance und Konzentration. Arme und Schultern werden geschmeidiger. Die Längsachse profitiert von Adho Mukha Svanasana (Herabschauender Hund), gedrehte Rotationen und fordernden Balancen wie Virabhadrasana 3 (Krieger 3).